übel
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übel¹
- [ˈyːbl̩]
Rhymes with yːbl̩
Where it comes from
Adjektiv - körperlich unwohl, moralisch schlecht, schlimm, böse, arg, furchtbar, unerfreulich, unheilvoll, lateinisch malus ^(→ la) - schlecht, schlimm, althochdeutsch ubil ^(→ goh), (seit dem 8. Jahrhundert), mittelhochdeutsch übel ^(→ gmh), ›ubel ^(→ gmh)‹, (mitteldeutsch) ubel, altsächsisch uҍil ^(→ osx), ›uil ^(→ osx)‹, ›altfriesisch evel ^(→ ofs)‹, mittelniederdeutsch ovel ^(→ gml), mittelniederländisch evel ^(→ dum), ovel ^(→ dum), oevel ^(→ dum), ›övel ^(→ dum)‹, niederländisch euvel ^(→ nl), ›belgisch ovel‹, altenglisch yfel ^(→ ang) - schlecht, bösartig, krank, gottlos, (in der Grafschaft Kent evel), englisch evil ^(→ en), gotisch 𐌿𐌱𐌹𐌻𐍃 (ubils) ^(→ got), setzen germanisch *uҍila- (protogermanisch *ubilaz) voraus, eine Bildung mit dem Bindevokal aufweisenden Suffix germanisch -ila- (entwickelt aus indoeuropäisch -lo-). Außergermanisch vergleicht sich allein mittelirisch fel ^(→ mga) - schlecht, so dass indoeuropäisch *upelo-‚ ›(von der protoweltsprachlichen Wurzel *wap-, indogermanisch *hwep-; vergleiche hethitisch huwapp, hwappa - böse, schlecht)‹ ansetzbar ist. Nimmt man als Grundbedeutung über das normale Maß hinausgehend (vergleiche althochdeutsch uppi ^(→ goh) - böse handelnd, ›welches den Stamm ubja zeigt, als Ableitung zur Wurzel *ub‹) an, ist Anschluss an die Präposition indoeuropäisch *upo, *up, *eup - unten an etwas heran, dann (von unten) hinauf, über (siehe auch bei auf, ob und über) möglich. ›Die weitere Herkunft ist unklar und nur in den germanischen Sprachen belegt.‹ ›Altnordisch illr ^(→ non) steht mit übel etymologisch nicht im Zusammenhang.‹ Vergleiche auch wohl oder übel - gut oder schlecht (16. Jahrhundert), formelhaft: notgedrungen, ob man will oder nicht (19. Jahrhundert).
Der Gebrauchsumfang, insbesondere von übel […], war im althochdeutsch, mittelhochdeutsch und frühneuhochdeutsch größer als heute, da schlecht und schlimm (siehe dort) erst spät sich zu synonymen Wörtern entwickelten und auch […] arg und […] böse gegenüber übel relativ seltener verwendet wurden. Die Bedeutung beschränkt sich in althochdeutscher Zeit, dem Inhalt der Texte entsprechend, fast nur auf das moralisch Sittliche.
Im Altenglischen ist, wie in den ganzen anderen frühgermanischen Sprachen, beispielsweise im Skandinavischen, dieses Wort der umfassendste adjektivische Ausdruck der Missbilligung, Abneigung oder Herabsetzung […]. Die Bedeutung "äußerste moralische Boshaftigkeit" war auf das Altenglisch beschränkt, wurde aber bis zum 18. Jahrhundert nicht der Hauptsinn. […]
adjective übel · übler · am übelsten · üble · übles
-
schlecht, krank, unwohl (seiend)
„Ist dir übel?“
Opposite: gesund
- schlecht, verdorben, faulig, unangenehm Das Fleisch riecht aber übel. Es ist bestimmt nicht mehr frisch.
-
unmoralisch, schlecht, verwerflich, verdorben
Üble Zustände!
Opposite: tugendhaft
-
unangenehm, unerfreulich
In dieser Wirtschaftslage musste er wohl oder übel die Entscheidung für eine Reduzierung des Personals treffen, wenn nicht noch ein Wunder geschehen würde.
Opposite: angenehm
Übel²
- [ˈyːbl̩]
Rhymes with yːbl̩
Where it comes from
Nullableitung (Konversion) des Adjektivs übel
noun Übel · Übels · Übeln
- unerfreulicher Zustand oder schlimme Situation „So ist denn ein Fürst, der das Übel erst dann erkennt, wenn es da ist, nicht wahrhaft weise, was ja nur wenigen gegeben ist.“ - Niccolò Machiavelli, Der Fürst
- Leiden, das zum Beispiel auf eine Krankheit zurückgeht Mein Großvater leidet an einem alten Übel aus Kriegszeiten.
In English
- bad unfavorable; negative
- evil intending to harm
- sick colloquial: in bad taste
- ill having an urge to vomit
- malady a disease, illness, or other health disorder
- plague a nuisance
- queasy experiencing or causing nausea or uneasiness
- vicious pertaining to vice; characterised by immorality or depravity
- malign evil or malignant
- blight something that impedes development or growth, or spoils any other aspect of life
- scurrilous gross, vulgar and evil
- nauseated having a feeling of nausea
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