Hängematte

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Hängematte

  • [ˈhɛŋəˌmatə]

Where it comes from

Schon Kolumbus lernt auf dem Gebiet des heutigen Haiti die Schlaf- und Tragnetze der indigenen Taino kennen, die diese als hamáka bezeichneten. (Diesem Wort liegt die ur-arawakische Wurzel -maka ‚ein Stück Tuch‘ zugrunde, die um den Pseudopräfix (h)a- erweitert wurde.) Die Sache gewinnt weithin an Bekanntheit, vor allem unter Matrosen, denen sie zunächst als Vorbild für ihre Schlafvorrichtungen dienen und im Spanischen mit hamaca ^(→ es) wiedergegeben wird. Diesem folgen im 16. Jahrhundert gleichbedeutend italienisches amaca ^(→ it), die mittelfranzösischen Formen amacca ^(→ frm), hamaca ^(→ frm) und hamaque ^(→ frm) (siehe die moderne französische Form hamac ^(→ fr)) sowie die frühe neuenglische Form hamaca ^(→ en) (siehe die moderne englische Form hammock ^(→ en)). Im Anschluss an romanische Vorbilder erscheint das Wort im Deutschen als Exotismus in Reisebeschreibungen des 16. und 17. Jahrhunderts in Formen wie Hamaco (1529), Amakken Pl., Hamacca und Hamach. Wegen der eigentümlichen Gestalt dieser Hängebetten vollzieht sich im Deutschen (zuerst 1627 als Hengmatten Pl.) ebenso wie im Niederländischen des 17. Jahrhunderts (zuerst 1669, siehe niederländisches hangmat ^(→ nl)) eine sekundäre Anpassung an das Verb hängen und das Substantiv Matte. Obwohl das deutsche Wort über 40 Jahre eher belegt ist als das niederländische, darf dennoch vermutlich von einer Lehnübersetzung aus dem Niederländischen ausgegangen werden. Der umgekehrte Weg scheint weniger wahrscheinlich für einen Begriff der Seefahrer während des Goldenen Zeitalters, und für eine eigenständige deutsche volksetymologische Entwicklung aus den oben genannten frühen Formen (Hamaco und so weiter) zu Hengmatten Pl. scheinen die Lautformen zu weit auseinanderzuliegen im Vergleich zu den frühen niederländischen Formen: amacken Pl. (1623), Hamacken Pl. (1627) → hangemack (1643), hangmacken Pl. (1659) → hagmat (1669; durch die alphabetische Anführung in der Originalquelle kann von einem Schreibfehler mit fehlendem -n- ausgegangen werden), hangmatten Pl. (1702).

noun Hangematte · Hangmatte · Hängematte · Hängematten

  1. als Ruhe- oder Schlaflager dienende, aus einem länglichen Stück Tuch oder einem kräftigen Netz bestehende Unterlage mit Schnüren an beiden kurzen Enden, mit denen diese zwischen zwei Befestigungspunkten aufgespannt wird, um sich darin hineinzulegen „Der feine Baron hatte eine Geliebte, die ſich auf eine Hängematte legte und dabei ihre Beine ſenkrecht nach oben ſtreckte. […] Der Baron hatte ſie allein gelaſſen, jetzt kippte ſie aus der Hängematte und flog ins Gras, lag lang da.“

    Similar: Molle, Schlummerkiste, Affenschaukel, Furzmolle, Furzmulde, Wurstpelle, Deutschland, Traumschaukel, Hamac

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"Hängematte." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/h%C3%A4ngematte. Accessed 6 Nov. 2026.

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Hängematte. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/h%C3%A4ngematte

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"Hängematte." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/h%C3%A4ngematte.

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