ich
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ich¹
- [ɪç]
- [ɪx] schweizerisch, mundartnah
Rhymes with ɪç
Where it comes from
Die diesem seit dem 8. Jahrhundert bezeugten Erbwort zugrundeliegenden germanischen Formen lauten *ek/ekan. Diese beiden Formen werden in den runischen Texten noch als ek (am Satzanfang) und -eka (enklitisch nach dem Verb) unterschieden. In den späteren Sprachen mussten diese zusammenfallen, so dass ein Unterschied nicht mehr erkennbar ist: so auch in gotischem 𐌹𐌺 (ik) ^(→ got), altnordischem ik ^(→ non) (altostnordischem iak ^(→ non); vergleiche schwedisch jag ^(→ sv)), altenglischem ic ^(→ ang), altfriesischem ik ^(→ ofs), altsächsischem ik ^(→ osx) (vergleiche mittelniederdeutsch ik ^(→ gml)), althochdeutschem ih ^(→ goh) (vergleiche mittelhochdeutsch ich ^(→ gmh)). Die beiden germanischen Formen gehen auf die (nicht belegten, aber rekonstruierten) indoeuropäischen Formen *eǵ und *eǵom ‚ich‘ zurück. Beide Formen nebeneinander zeigen auch die slawischen Sprachen, etwa in altrussischem ꙗ (ISO 9: â) ^(→ orv) neben ꙗзъ (ISO 9: âzŭ) ^(→ orv) (mit problematischem Vokalismus), und hethitischem 𒌑𒊌 (Kloekhorst: ūk; ú-uk, ú-k, ú-g) ^(→ hit) ‚ich‘ neben 𒌑𒊌𒂵 (ugga; ú-g-ga) ^(→ hit) (ebenfalls mit problemtischem Vokalismus). Nur die kürzere Form haben die baltischen Sprachen (litauisch aš ^(→ lt), altlitauisch auch eš ^(→ lt), lettisch es ^(→ lv) und so weiter mit unregelmäßig entwickeltem Vokalismus und Konsonantismus), nur die längeren Formen haben die indoiranischen Sprachen (altindisch अहम् (IAST: aham) ^(→ sa) mit unregelmäßigem Konsonantismus). Eine dritte (wohl morphologisch selbstständige) indoeuropäische Ausgangsform *-ō liegt in griechischem ἐγώ (egō^☆) ^(→ grc), in lateinischem ego ^(→ la), wohl auch in der althochdeutschen Emphaseform ihha ^(→ goh) und vielleicht in hethitisch 𒌑𒊌 (Kloekhorst: ūk; ú-uk, ú-k, ú-g) ^(→ hit) vor.
Das indoeuropäische Pronomen *eǵ ist vielleicht mit dem ich-deiktischen Pronomen *ḱe-/ḱi- in Verbindung zu bringen; die Verschiedenheit der Artikulationsart ist dabei ungeklärt. Andererseits ist indoeuropäisches *eg̑(h)om ‚ich‘ vielleicht als ein Neutrum mit der Bedeutung ‚(meine) Hierheit‘ zu betrachten, das sich aus dem indoeuropäischen Pronominalstamm *e- (siehe »er«, »es«) und einer in zahlreichen Varianten erscheinenden Partikel *-g̑(h)e-, *-g̑(h)o- entwickelt hat.
Die obliquen Kasus werden von anderen Stämmen gebildet; die mit m- anlautenden Singularformen werden seit alter Zeit von dem indoeuropäischen Stamm *me- gebildet (siehe »mein«, »mich«, »mir«); für die Pluralformen siehe »wir«, »uns«, »unser«.
pronoun ich · wir · meiner · unser · mir · uns
- bezeichnet die eigene Person; 1. Person Singular Ich lerne Deutsch.
Ich²
- [ɪç]
Rhymes with ɪç
Where it comes from
Ableitung (Substantivierung) des Personalpronomens ich
noun Ich · Ichs
- Plural selten
- der Geist einer Person, der sich selbst wahrnimmt „Alle Geſtalten einer Dichtung, mögen ſie noch ſo feindlich gegeneinander geſtellt ſein, ſind Emanationen des dichtenden Ich, und Goethe iſt zugleich in Antonio und Taſſo lebendig wie Turgenjew zugleich im Baſaroff und Paul Petrowitſch.“
- der Teil der Persönlichkeit, der zwischen Es, Über-Ich und Umwelt vermittelt Bei manchen Menschen ist das Ich nicht sehr ausgeprägt.
Opposite: Es
Thesaurus
noun
Opposite: Es
In English
Talk about this word "ich." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/ich. Accessed 6 Nov. 2026. ich. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/ich "ich." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/ich.Cite this
@misc{ich_2026,
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urldate = {2026-11-06}
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