jiddisch

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Jiddisch¹

  • [ˈjɪdɪʃ]
  • [ˈjɪdɪʃə]

Where it comes from

Die Eigenbezeichnung der Sprache ist mindestens seit 1649 belegt. Im 18. Jahrhundert war die Bezeichnung bereits etabliert. Im Zuge der Migration größerer Gruppen osteuropäischer Jiddischsprecher nach England in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich die englische Transkription Yiddish zu verbreiten. Sie gelangte durch die Einwanderungswellen in die USA – wo beispielsweise der emigrierte Alexander Harkavy 1898 sein Yiddish-English Dictionary und der ebenfalls emigrierte Leo Wiener 1899 The History of Yiddish Literature in the Nineteenth Century veröffentlichten – und fasste allmählich im angelsächsischen Raum Fuß.

Im deutschsprachigen Raum wurde bis zum Ersten Weltkrieg in der Fachliteratur überwiegend die Bezeichnung Jüdisch(-)deutsch verwendet. Um 1900 versuchte Nathan Birnbaum mit seinem Zirkel die Bezeichnung jüdische Sprache wieder einzuführen, und noch 1916 veröffentlichte Hermann Strack sein jiddisches Wörterbuch unter dem Titel Jüdisches Wörterbuch. Ab dem frühen 20. Jahrhundert dringen indessen die nach der englischen Transkription übernommenen Bezeichnungen Jiddisch und jiddische Sprache nicht nur in den wissenschaftlichen Diskurs, sondern auch weithin in die Alltagssprache vor, so schon in Gustav Karpeles’ Geschichte der jüdischen Literatur von 1909 (wo neben „jüdisch-deutsch“) sowie in Salomon Birnbaums Aufsatz Jiddische Dichtung von 1913 und in dessen Praktischer Grammatik der jiddischen Sprache von 1918.

noun Jidd. · yi · yid · (das) Jiddisch · das Jiddische · (des) Jiddisch

  1. aus einer im Mittelalter in wichtigen Handelszentren (Rhein, Donauländer) als Verkehrssprache der Juden entstandenen Variante des Deutschen hervorgegangene Komponentensprache, bestehend vor allem aus mittel- und ostoberdeutschen (rheinfränkisch, ostmitteldeutsch und bairisch), semitisch-hebräisch-aramäischen (vor allem aus Talmud, Mischna), slawischen (polnisch, weißrussisch, ukrainisch) und romanischen Sprachelementen, die vor der Schoah von ungefähr 12 Millionen aschkenasischen Juden und heutzutage weltweit von schätzungsweise annähernd 1.5 Millionen Juden als Mutter- beziehungsweise Zweitsp „Dieses Jiddisch war nun inzwischen dem gleichzeitigen Deutsch immer unähnlicher geworden, obwohl der deutsche Wortschatz nie unter drei Viertel des gesamten Bestandes herabsank.“

jiddisch²

  • [ˈjɪdɪʃ]

Where it comes from

aus „jīdisch, jidisch, idisch“, der jiddischen Entsprechung des deutschen „jüdisch“, belegt seit dem 16. Jahrhundert; steht als jiddische Kurzform von jiddisch-daitsch „jüdisch-deutsch“ für die Sprache der aschkenasischen Juden

adjective jidd. · jiddisch · jiddischer · jiddische · jiddisches

  1. die jiddische Sprache betreffend „Entsprechendes läßt sich auch an ländlichen Mundarten beobachten, in die je nach Anteil der Juden an der Bevölkerung eine mehr oder minder große Zahl jiddischer Wörter entlehnt worden ist.“

In English

  • Yiddish of or pertaining to the Yiddish language

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"jiddisch." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/jiddisch. Accessed 6 Nov. 2026.

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jiddisch. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/jiddisch

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"jiddisch." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/jiddisch.

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