blaumachen

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blaumachen

  • [ˈblaʊ̯ˌmaxn̩]

Rhymes with aʊ̯maxn̩

Where it comes from

etymologisch: Die Herkunft der Redewendung ist nicht gesichert, es existieren dazu unterschiedliche Hypothesen:

[a] Entstanden aus dem Ausdruck Blauer Montag für den arbeitsfreien Montag der Handwerker: „Blauen Montag machen“ hätte sich demnach erweitert zu der Bedeutung „nicht arbeiten, der Arbeit fernbleiben“

[b] Entstanden unter Vermittlung des Rotwelschen aus Jiddisch belo „ohne“. Demnach wäre ein aus belo entstandenes Rotwelsches lo, lau (wie in der Redensart für lau, „für nichts, kostenlos“) in der verstärkenden Form wᵉlo, wᵉlau („sehr schlecht, sehr böse, sehr schlimm, gar nichts, überhaupt nichts“) zu „blau“ geworden und ein – zwar nicht belegtes, aber postuliertes – rotwelsches blau machen im Sinne von „nichts tun“ in die allgemeine Umgangssprache übernommen worden.

[c] In einer von der Sprachwissenschaft nicht vertretenen Erklärungsweise wird angenommen, die Redewendung wäre aus der Praxis des Färberwesens entstanden, speziell der Indigo- oder Waidfärber, die für die Herstellung des Indigoblau die Blätter des Färberwaid in Kübeln mit (menschlichem) Urin vergoren. Um genügend Urin zu erhalten, wurde der Tag dazu benutzt, sich reichlich zu betrinken, was dem Gedanken der Arbeit wohl nicht sehr nahe kam. Später wurden die gefärbten Stoffe in einer letzten Phase des Färbevorgangs an der Luft getrocknet, wobei erst in dieser Phase durch Oxidierung die blaue Färbung entsteht. Weil die Blaufärber in dieser Phase ebenfalls denkbar wenig gearbeitet haben, wäre aus dem gesamten technischen Vorgang des Blaumachens ein allgemeinsprachlicher Ausdruck für „Nichtstun“ entstanden, und auch der Ausdruck Blauer Montag soll hieraus abzuleiten sein, weil der Montag der übliche Tag für die letzte (?) Phase des Blaufärbens gewesen sei.

strukturell: gebildet aus dem Adjektiv blau als Verbzusatz und dem Verb machen

verb mache blau · machst blau · macht blau · machte blau · mach blau!

  1. nicht zur Arbeit (zur Schule) gehen; seinen Verpflichtungen nicht nachkommen; ohne triftigen Grund fernbleiben Er ist so faul, dass er am liebsten jeden Montag blaumachen würde.

    Similar: Nichtstun, Müßiggang, faulenzen, schwänzen

In English

  • skip transitive: to not to attend
  • play hooky to stay away from school, work, etc. without suitable permission or excuse

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"blaumachen." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/blaumachen. Accessed 6 Nov. 2026.

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blaumachen. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/blaumachen

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"blaumachen." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/blaumachen.

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