Couscous
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Couscous
- [ˈkʊskʊs]
- [ˈkuskus]
- [ˈkusˈkus]
Where it comes from
Es existieren zwei Hypothesen über die Herkunft des Wortes, wobei die erste von einer Herkunft aus dem Arabischen ausgeht. In den letzten Jahrzehnten stellten einige Linguisten eine weitere Hypothese auf, nach der das Wort dem Berberischen entstamme. Im Folgenden sind beide aufgeführt:
Der ersten Hypothese nach wird das arabische Wort كُسْكُسو (DMG: kuskusū)^(→ar) mit dem Verb كَسْكَسَ (DMG: kaskasa)^(→ar) ‚zerreiben, zerstoßen; pulverisieren‘ in Verbindung gebracht. Anhänger dieser Hypothese bringen vor, dass dieses morphologisch zu einer äußerst kleinen Kategorie von Verben gehören soll, die (in der arabischen Konsonantenschrift) aus vier Schriftzeichen bestehen, wobei diese durch das, was Henri Fleisch „die Wiederholung eines biliteralen (zweibuchstabigen) Elements“ («la répétition d’un élément bilitère») nennt, aus einem anderen Wort mit dreibuchstabiger Wurzel gebildet wurden. Henri Fleisch nennt unter anderem folgendes Beispiel zur Verdeutlichung: Das Verb فَخْفَخَ (DMG: faḫfaḫa)^(→ar) ‚prahlerisch sein, prahlen‘ soll demnach mit seiner doppelten biliteralen Konsonantenabfolge /fḫfḫ/ nach dem Verb فَخَرَ (DMG: faḫara)^(→ar) ‚sich rühmen (mit einer Sache), prahlen (mit etwas); stolz sein (auf etwas, jemanden); (mit jemandem) an Ruhm wetteifern, sich (bei jemandem einer Sache) rühmen; hochmütig sein; ausgezeichnet, vorzüglich finden‘ gebildet worden sein, wobei in diesem Fall die zwei ausdrucksstärksten Konsonaten /f/ und /ḫ/ gewählt und /r/ fallen gelassen wurden. Dieser Hypothese nach soll nun auch das Verb كَسْكَسَ (DMG: kaskasa)^(→ar) nach diesen morphologischen Regeln der arabischen Grammatik gebildet worden sein, was beweisen solle, dass es arabischen Ursprungs sei. Genau das ist jedoch nicht belegt: Das Verb findet sich in keinem der klassisch-arabischen Wörterbücher, geschweige denn in irgendeinem anderen antiken Wörterbuch. Es taucht erst in modernen Wörterbüchern auf, frühestens in denen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Des Weiteren lässt sich keine Wurzel erschließen, auf die das Verb zurückgeführt werden könnte. All dies wirft wiederum die Frage auf, ob es nicht womöglich von einer Fremdsprache ins Arabische entlehnt wurde. Schließlich gibt es auch zahlreiche Beispiele für vierbuchstabige Verben, die durch Lehnformung gebildet wurden; moderne Lehnformungen sind zum Beispiel تَلْفَنَ (DMG: talfana)^(→ar) ‚telefonieren/telephonieren‘ und رَسْكَلَ (DMG: raskala)^(→ar) ‚recyceln/recyclen‘. Wenn es also eine Entlehnung gab, so müsse sie jedoch sehr früh erfolgt sein, denn die ersten Belege für Couscousgerichte gehen zurück auf das 11. Jahrhundert.
Genau an dieser Krux setzt die zweite Hypothese an, nach der die Wortgeschichte ihren Anfang in der Berbersprache genommen haben soll, auch wenn die genaue Wortbildung noch immer einige Unklarheiten aufweist. Die Bezeichnung für »Couscous« ist unter der Grundform ⵙⴽⵙⵓ (seksu) ^(→ ber) und zahlreicher lokaler Lautformen nahezu in jedem algero-marokkanischen Berberdialekt nachweisbar (vergleiche ⵙⴽⵙⵓ (seksu) ^(→ kab) im Kabylischen; ⵙⴽⵙⵓ (seksu) ^(→ shi) im Taschelhit und so weiter). In den Berberdialekten der Sahara, dem Tamaschek, findet sich hingegen eine leicht abgewandelte Form: ⴾⵙⴾⵙⵓ (keskesu) ^(→ tmh). Allein die geographische Verteilung dieser Wortformen soll bereits ein sehr starkes Indiz für einen lokalen, auf das Gebiet des Berberischen begrenzten Ursprung sein. Das Wort weist auch ein bemerkenswertes morphologisches Merkmal für ein berberisches Nomen auf: das Fehlen des Anfangsvokals a-. Nun soll dieses Merkmal, abgesehen bei Fremdwörtern, ein klares Indiz für einen Archaismus sein, der typisch für einige Nomina ist, die auf etwas Unzählbares, Unzerlegbares verweisen. Ein weiteres Indiz für die Zugehörigkeit des Wortes auf lexikalischer Ebene soll in der Tatsache liegen, dass es nicht isoliert heraussteht, sondern sich im Bereich des Nordberberischen in ein sehr präzises und stabiles Wortfeld eingliedert, in welchem sich zwei sinnverwandte Wörter belegen lassen:
noun Kuskus · Kuskusu · Kuskussi · Kuskussu · Couscous
-
ein nordafrikanisches Nahrungsmittel, das aus in Wasserdampf gegartem und zu Kügelchen zerriebenem Hirse-, Gersten- oder Weizengrieß besteht und zumeist Bestandteil sehr vieler unterschiedlicher Gerichte ist, die verschiedene Gemüse (Karotten, Kichererbsen, Kohl, Kürbisse, Tomaten, Zucchini und weitere) und oft auch separat gekochte Fleischsorten (vor allem Hammelfleisch, aber auch Geflügel, Rind) oder Fisch enthalten
„‚Was für ein Genießer bin ich‘, wunderte er sich selbst und schwelgte über Köstlichkeiten wie ‚Datteln und Hammelbraten oder Couscous mit Pfefferminztee marokkanischer Art, ganz frisch‘.“
Opposite: Bulgur
In English
- couscous pasta of North African origin
Talk about this word "Couscous." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/couscous. Accessed 6 Nov. 2026. Couscous. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/couscous "Couscous." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/couscous.Cite this
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