Klamotte

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Klamotte

  • [klaˈmɔtə]

Rhymes with ɔtə

Where it comes from

seit dem 20. Jahrhundert bezeugt; aus der Gaunersprache, genauer dem Rotwelschen, übernommenes Wort; dort bedeutete es eigentlich „zerbrochener Mauer-, Ziegelstein“, später im übertragenen Sinne dann „wertloser Gegenstand“; die weitere Herkunft ist unklar

noun Klamotte · Klamotten

  1. regional größerer Stein; Gesteinsbrocken „‚[…]Als der Riese schlief, tauschten sie den Stein gegen eine viel schwerere Klamotte aus‘, erzählt Rudolph.“
  2. regional, besonders berlinisch abwertend; zumeist Plural zerbrochener Mauerstein „Der Mufti ist ein solches Gnuff, daß er auch nicht die kleinste Klamotte von dem Schutt hergiebt.“
  3. regional, besonders berlinisch abwertend; zumeist Plural Dreck, Schmutz Die Kinder hatten sich mit Klamotten beworfen.
  4. salopp, zumeist im Plural Kleidungsstück; Gesamtheit der Kleidungsstücke „Dass in den Filialen der Ketten offenbar Klamotten aus genmanipulierter Baumwolle als ‚bio‘ verkauft wurden, hat die Branche am Freitag gewaltig aufgeschreckt.“
  5. derogatory, salopp, zumeist im Plural altes Kleidungsstück, das abgetragen ist „So kommt es, dass Leute in verschwitzten, abgerissenen Klamotten - Fahrradkuriere, Studenten, Einwanderer und Obdachlose - in den Fluren des Kongressgebäudes herumhängen, bis die korrekt gekleideten Lobbyisten die freigehaltenen Zuschauerplätze bei den Hearings im Kongress einnehmen.“

    Opposite: Ehrenkleid, Festkleid, Festkleidung, Festrobe, Gala, Gewandung, Schale, Staat

  6. salopp, zumeist im Plural alter, wertloser Gegenstand; minderwertiges Stück „So reifte in mir der Entschluß: »Du mußt selber einen Fokker fliegen lernen, dann wird es vielleicht besser gehen.« / Mein Sinnen und Trachten ging nun dahin, zu lernen, selbst »den Knüppel zu führen«. Denn ich war bisher immer nur Beobachter gewesen. Es bot sich bald Gelegenheit, auf einer alten K
  7. umgangssprachlich abwertend, Jargon allgemein unbekannt gewordenes, für Unterhaltung sorgendes Theaterstück, Buch, Lied oder Ähnliches, das wieder an die Öffentlichkeit gebracht wurde „Dort sind lauter Originale aus DDR-Zeiten ausgestellt. Vom Sandmännchen über Ausweise und Orden findet der Betrachter Spielzeug, Seife und Einlegesohlen aus der alten Zeit. ‚Was da für alte Klamotten ausgegraben wurden, ist unglaublich!‘ meint Lydia Remke fasziniert.“
  8. umgangssprachlich abwertend, Jargon (geistig) anspruchsloses Theaterstück „Was Shakespeare als anregenden Exkurs über das Wesen der Erotik niederschrieb, der Komponist entsprechend einfühlsam vertonte, geriet mit der vergewaltigenden Adaption von ‚The Fairy Queen‘ im Theater am Halleschen Ufer zur vordergründigen Klamotte (Inszenierung: Rhys Martin).“
  9. umgangssprachlich abwertend niveauloser, derber Schwank, bei dem grobe Späße zum Besten gegeben werden „Die populären britischen Komiker Peter Cook und Dudley Moore, die zusammen mit Morissey das Drehbuch schrieben und die beiden Hauptrollen spielen, mögen eine deftige Persiflage der Konventionen des Kriminalund [sic] Horrorfilms beabsichtigt haben: in Morrisseys plumper Inszenierung ist das Resultat

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"Klamotte." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/klamotte. Accessed 6 Nov. 2026.

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Klamotte. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/klamotte

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"Klamotte." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/klamotte.

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