reif
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Reif¹
- [ʁaɪ̯f]
Rhymes with aɪ̯f
Where it comes from
mittelhochdeutsch rīf(e), (h)rīf (in einer Handschrift des 12. Jahrhunderts), althochdeutsch (h)rīfo, belegt seit dem 8. Jahrhundert; weitere Herkunft unsicher
noun Reif · Reifes · Reifs · Reife
- kristalline Ablagerung aus gefrorenem Wasser, die sich in kalten Nächten durch Resublimation an Pflanzen und Gegenständen bildet Es hing der Reif im Lindenbaum, / Wodurch das Licht wie Silber floß. / Ich sah dein Haus, wie hell im Traum / Ein blitzend Feenschloß. (Klaus Groth, Es hing der Reif, z.n. Projekt Gutenberg)
- die hellen Haarspitzen des Gamsbartes „Die hellen Spitzen, der sogenannte Reif, sind bei echtem Gamshaar nur wenige Millimeter lang.“
noun Reif · Reife · Reifes · Reifs
- Armreif beziehungsweise Ring Den goldnen Ring, / den Reif gilt’s zu erringen! (Richard Wagner, Götterdämmerung, 2. Aufzug, 1. Szene, zitiert nach Projekt Gutenberg)
reif²
- [ʁaɪ̯f]
Rhymes with aɪ̯f
Where it comes from
Das Adjektiv reif im Sinne von: im Wachstum voll entwickelt und daher geeignet zur Ernte, erwachsen, erfahren, seelisch ausgeglichen, genügend vorbereitet, ›gehört zum Standardwortschatz‹, mittelhochdeutsch ›rīf ^(→ gmh)‹ und ›rīfe ^(→ gmh)‹, althochdeutsch ›rīf ^(→ goh)‹, und rīfi ^(→ goh), (8. Jahrhundert), ursprünglich in der Bedeutung: »etwas, was abgepflückt, geerntet werden kann,« altsächsisch ›rīp ^(→ osx)‹, und ›rīpi ^(→ osx)‹, mittelniederdeutsch rīpe ^(→ gml), mittelniederländisch rīpe ^(→ dum), altenglisch rīpe ^(→ ang), englisch ripe ^(→ en), niederländisch rijp ^(→ nl), ›westgermanisch *reipja- - reif,‹ gehört wohl zu einem in altenglisch rīpan ^(→ ang) - mähen, ernten, ›westgermanisch *reip-a-,‹ vorliegenden starken Verb, wozu auch englisch (schwach flektierend) to reap ^(→ en) - mähen, ernten zu zählen wäre; vergleiche auch altenglisch rīp ^(→ ang) - Ernte, riftre ^(→ ang) und riftere ^(→ ang) - Schnitter, reopa ^(→ ang) - Garbe. Das Adjektiv bedeutet also eigentlich was geerntet werden kann. Es gibt ›keine sichere außergermanische Vergleichsmöglichkeit.‹ Man kann vielleicht die unter Riffel (siehe dort) genannten Formen heranziehen und an eine Labialerweiterung indogermanisch *reib- der unter Rain (siehe dort) angegebenen Wurzel indogermanisch *rei- - ritzen, reißen, schneiden anknüpfen, ›das erweitert vorliegt in altnordisch rifa ^(→ non) - zerreißen, altfriesisch rīva ^(→ ofs) - reißen, griechisch ερείπō (ereípō) ^(→ el) - ich reiße nieder‹. Ursprünglich auf Ähren und Früchte bezogen, die so weit sind, dass sie geschnitten oder eingesammelt werden können, wird reif dann auf alles übertragen, was zum Abschluss einer Entwicklung gelangt ist.
adjective reif · reifer · am reifsten · reife · reifes
-
so, dass man es essen oder verwerten kann
Morgen können wir die Kirschen ernten, denn sie sind nun reif.
Opposite: unreif
-
von Personen, die die Kindheit/Jugend hinter sich haben, das Alter betreffend: erwachsen, fortgeschritten, erfahren
„Charlotte galt als außergewöhnlich intelligent und reif für ihr Alter.“
Opposite: jung, unerfahren
- nach einem längeren Zeitraum so weit entwickelt, dass etwas Bestimmtes nun eintreten kann Ich denke, er ist jetzt reif für seinen ersten Alleinflug.
verb reife
- 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs reifen
In English
Talk about this word "reif." Wiktionary, via Micwyn, micwyn.com/word/de/reif. Accessed 6 Nov. 2026. reif. (n.d.). In Wiktionary, via Micwyn. Retrieved November 6, 2026, from https://micwyn.com/word/de/reif "reif." Wiktionary, via Micwyn. Accessed November 6, 2026. https://micwyn.com/word/de/reif.Cite this
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